Bewerbungsanchreiben

Bewerbungsanschreiben für die Ausbildung als Friseur/in

Das richtige Anschreiben für die Bewerbung für Deine Friseur-Ausbildung

Vorhang auf! Bühne frei!

Bei Deiner Bewerbung auf eine Lehrstelle im Friseurhandwerk geht es zu allererst um Dich. Die gesamte Bewerbungsmappe ist die Vorstellung Deiner Person bei Deinem Wunsch-Ausbildungsbetrieb. Die Eröffnung Deiner Vorstellung ist das sehr wichtige Bewerbungsanschreiben für die Friseur-Ausbildung.

Eigenwerbung erwünscht

In Deiner Bewerbung machst Du vor allem eins: Werbung für Dich selbst. Mit Deiner kompletten Bewerbungsmappe hast Du Gelegenheit dem potentiellen Ausbildungsbetrieb zu zeigen, warum Du die oder der Richtige für die zu vergebende Ausbildungsstelle bist. Versuche Dir also beim Verfassen Deines Anschreibens immer vor Augen zu halten, was Deinen zukünftigen Arbeitgeber interessiert und was er für seine Entscheidung bezüglich der Ausbildungsstelle über Dich wissen muss und sollte.

Bestandteile Deines Anschreibens

Bevor es mit Deiner Geschichte von „wer bin ich, darum möchte ich bei Ihnen eine Friseur-Ausbildung beginnen und deshalb sollten Sie genau mich ausbilden“ losgeht, gehören noch ein paar weniger aufregende Formalitäten in das Anschreiben.

  1. Deine Daten

Zuerst kommt Deine Adresse und weitere persönliche Informationen. Also Vorname und Nachname, Straße und Hausnummer sowie Postleitzahl und Dein Wohnort. Wahlweise kannst Du darunter auch noch mit einer Zeile abgesetzt Deine Telefonnummer und Emailadresse angeben. Im Lebenslauf gehören diese beiden letzten Informationen dann in jedem Fall. Deinen Adressblock kannst Du, wenn Du magst, in eine Kopfzeile fassen oder rechtsbündig einrücken.

  1. Anschrift und Ansprechpartner des Ausbildungsbetriebs

Darunter folgt dann in jedem Fall linksbündig die Anschrift des Friseur-Unternehmens, bei dem Du Dich bewirbst. Zuerst der Name des Salons oder des Unternehmens gefolgt von dem in der Stellenanzeige benannten Ansprechpartner. Solltest Du nicht wissen, an wen Du die Bewerbung adressierst, ist dies ein toller Anlass im Salon anzurufen. Bekunde dabei Dein Interesse am Ausbildungsplatz und erfrage natürlich die oder den Verantwortlichen für die Bewerbung. Auf das Telefonat kannst Du Dich später hervorragend im Anschreibentext beziehen. Dann fehlt selbstverständlich auch hier noch die Straße und Hausnummer sowie Postleitzahl und Ort des Friseur-Betriebs.

  1. Ort und Datum

Diese Information ist zwar klitzeklein, aber wichtig. Rechtsbündig solltest Du Deinen Wohnort mit Datum in diesem Format einfügen „Musterstadt, den xx.xx.20xx“. Achte darauf, dass Du das Komma hier an der richtigen Stelle setzt.

  1. Der Betreff

Der Betreff ist so etwas wie die Überschrift Deines folgenden Schriftstücks. Demnach besagt der Betreff Deines Anschreibens, dass Du Dich um den Ausbildungsplatz als Friseurin oder Friseur bewirbst. Das Wort „Betreff“ lässt man inzwischen weg und markiert die Betreffzeile in Fettschrift. Ein gängiger Betreff ist „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zur Friseurin“.

  1. Die Begrüßungsformel

Diese Formel hat zum Glück nichts mit Mathematik zu tun. Hier geht es eher um das formelle „Guten Tag“-Sagen. Falls in der Anzeige für die Ausbildungsstelle keine verantwortliche Person genannt ist, hast Du ja bereits für die korrekte Anschrift eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner erfragt. Beginne Dein Anschreiben also mit „Sehr geehrte Frau XXX,“ oder „Sehr geehrter Herr XXX,“. Achtung: auch hier ein Komma setzen und dann mit einer Zeile Abstand Dein Anschreiben beginnen. Sollte tatsächlich keine Ansprechpartner zu ermitteln sein, dann beginne mit „Sehr geehrte Damen und Herren,“

  1. Die Einleitung

Hier kommt Dir zugute, wenn Du bereits telefonisch mit dem Salon in Kontakt warst: um Dich nach einem Ansprechpartner zu erkundigt oder ob die Ausbildungsstelle noch frei ist. Denn nun kannst Du die 08/15-Einleitung „mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen und bewerbe mich deshalb…“ geschickt umgehen.

vielen Dank für das freundliche Telefonat. Wie besprochen bin ich bei Friseur-Job.de auf Ihren Salon aufmerksam geworden. Laut Ihre Stellenanzeige suchen Sie ab August 2015 eine Auszubildende als Friseurin.“

Beginne den Absatz mit Kleinbuchstaben, denn Du schreibst nach dem Komma hinter der Begrüßungsformel weiter. Den klassischen Zusatz „hiermit bewerbe ich mich um den Ausbildungsplatz“ verbannst Du ganz geschickt an das Ende Deines Anschreibens.

  1. Warum Du den schönsten Beruf der Welt erlernen möchtest

Jetzt geht’s ans Eingemachte. Nun solltest Du in drei bis vier Sätzen darstellen, warum Du Dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden hast. Die Information, dass Du schon als Kind Deine Puppen frisiert hast, ist bereits eine alte Kamelle. Anders wäre der Einstieg

Der Friseurberuf vereint mein großes Interesse und den Spaß an Haaren, Mode und Kosmetik. Außerdem habe ich große Freude am Kontakt und Umgang mit Menschen und auch die Arbeit im Team reizt mich sehr.“

Oder gleich sehr persönlich und begeistert:

Bereits im Februar 2014 konnte ich bei einem einwöchigen Praktikum in Ihrem Salon den Friseur-Alltag erleben. Diese Erfahrung hat mich in meinem Entschluss Friseur zu werden bestärkt und ich hoffe als Auszubildender Teil Ihres Teams werden zu dürfen.“

Bedenke, in diesem Teil stellst Du dar, welche Deiner persönlichen Interessen für Dich im Friseurberuf am stärksten zum Ausdruck kommen.

  1. Jetzt kommst Du

Feuer frei. Nun geht es ganz um Dich. Erzähle dem Leser Deines Anschreibens, warum genau Du die oder der Richtige für den Ausbildungsplatz bist. Welchen Schulabschluss hast Du, was hast Du bisher gemacht und welchen Interessen gehst Du nach.

Derzeit besuche ich die x. Klasse der Monika-Muster-Schule in Musterstadt und werde voraussichtlich im Juni 2015 meinen xxschulabschluss machen“ oder „Im Juni 2014 habe ich meine Schullaufbahn erfolgreich mit dem xxschulabschluss an der Monika-Mustermann-Schule in Musterstadt beendet.“

Wenn Du bereits ein Praktikum in einem Friseur-Salon gemacht hast, dann solltest Du dies auch unbedingt erwähnen.

Im Salon „Monas Schnittstube“ in Phantasiestadt habe ich im Februar 2014 bereits ein Friseur-Praktikum absolviert. Die abwechslungsreiche und kreative Arbeit begeisterte mich. Besonders gefallen hat mir, dass ich direkt mit kleinen Hilfstätigkeiten das Salon-Team unterstützen konnte.“

Teile dem Salon auch mit, welche Deiner persönlichen Eigenschaften und Stärken,  auch für den Friseurberuf passend sind.

Meine Kreativität und Ideenreichtum konnte ich stets sehr gut im Kunstunterricht einbringen. Außerdem bin ich ein kommunikativer Mensch, der offen auf andere zugehen kann.“

  1. Bewerben

Wenn Du es nicht in die Einleitung eingefügt hast, dann kommt jetzt die Information, dass Du Dich aufgrund der zuvor geschriebenen Ausführungen um den Ausbildungsplatz bewirbst.

In der Hoffnung auch Ihr Interesse geweckt zu haben, bewerbe ich mich hiermit für den Ausbildungsplatz als Friseurin in Ihrem Salon.“

  1. Die Verabschiedung

Zum Schluss verabschiedest Du Dich und weist auf ein persönliches Gespräch hin. Deshalb folgt nun eben genau dieser Hinweis.

Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.“

Und nun noch höflich verabschieden:

Mit freundlichen Grüßen“ oder teilweise ist auch nur noch „Freundliche Grüße“ üblich.

Dann folgt darunter natürlich noch Dein vollständiger Name. Füge diesen mit ausreichend Abstand zu deiner Verabschiedungsformel ein, denn über Deinem Namen musst Du bei einer schriftlichen Bewerbung noch Deine Unterschrift setzen. Bei einer Online-Bewerbung geht das logischerweise nicht. Wenn Du technisch geschickt, bist, kannst Du dann dort einen Scan Deiner Unterschrift einfügen.

Bevor Du das Anschreiben finalisierst prüfe nochmals kritisch:

  • Hast Du es eingehend auf Rechtschreibfehler geprüft? Lass es am besten von jemand zweiten Korrektur lesen.
  • Hast Du das Anschreiben individuell für diesen Salon formuliert? Vorsicht bei Kopien!
  • Ist Dein Anschreiben ordentlich und sauber?
  • Sind Deine persönlichen Daten im Briefkopf korrekt?
  • Ist die Anschrift und der Ansprechpartner des Salons korrekt geschrieben und auch vollständig?
  • Hast Du das Datum eingefügt? Auch das richtige Datum?
  • Stimmt die Betreffzeile?
  • Ist die Anrede korrekt?
  • Wo hast Du von dem Ausbildungsplatz erfahren?
  • Warum ist der Friseurberuf auch für Dich der schönste Beruf?
  • Wieso gerade in diesem Salon?
  • Warum solltest Du die Lehrstelle bekommen? Was bringst Du schon an Erfahrungen mit? Welche persönlichen Stärken kommen Dir zugute?
  • Ist der Hinweis auf das Vorstellungsgespräch vorhanden?
  • Stimm Deine Abschiedsformel?
  • Hast Du eigenhändig unterschrieben?

Mit dem fertigen Anschreiben hast Du schon die erste Hürde zu Deinem Ausbildungsplatz genommen.

Weitere Bewerbungstipps:

Hier nach Friseur-Ausbildungsplätzen suchen

Bildquellen: © PetraD – photodune.net



Kommentare zum Beitrag "Bewerbungsanschreiben für die Ausbildung als Friseur/in":