Friseurin bei der Arbeit

Friseur-Job heute – Auch Salons gehen bei der Personalbeschaffung mit der Zeit

Vom Friseur zum Hairstylist

Wer heute auf Stellenanzeigen im Friseurgewerbe schaut kann einen klaren Trend erkennen. Viele Betriebe, die neue Mitarbeiter an Bord holen wollen, inserieren nicht mehr einfach mit „Friseur/in gesucht“, sondern gleich mit „Hair Stylist/in“, vielleicht sogar mit „Coiffeur/in gesucht“. Einen traditionsreichen Beruf fremdsprachlich auszudrücken, mag besser für das Promoten der Stelle sein. Aber dahinter steckt natürlich viel mehr als das. Spätestens seit Germany’s Next Top Model, vor allem aber dank Guido Kretschmers Shopping Queen weiß jeder, dass das Team in einem Friseursalon heute nicht nur waschen, schneiden, färben und föhnen sollte. Hier wird nicht mehr nur frisiert, sondern jetzt auch gezupft, massiert, geschminkt, lackiert – in einem Full-Service Programm schön gemacht eben. Dank Medienhype rund ums Styling erwarten die meisten Kunden das so – selbst wenn sie nicht alle Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Rundum-Talente für die Salons wichtig

Was heißt das dann für die Mitarbeiter in einem Friseurbetrieb? Wie wirkt sich das auf die Stellenbesetzung aus? Klar, eine solide Ausbildung als Friseur oder Friseurin ist das A und O für die erfolgreiche Ausübung des Berufs. Aber wer ist dafür geeignet, ein Full-Service Talent in einem Salon zu sein? Hier geht es eben heute nicht mehr nur um das handwerkliche Erlernen oder Können. Die Kunden wollen da abgeholt werden, wo sie ihre individuellen Bedürfnisse über den Haarschnitt hinaus befriedigt sehen möchten. Friseure sind immer schon Zuhörer ihrer Kunden gewesen, vielleicht sogar Berater, manches Mal gar Therapeuten. Das setzt grundsätzlich Sozialkompetenz voraus, man muss mit den unterschiedlichsten Kundinnen und Kunden einfach „können“. Dieser Punkt bleibt neben dem handwerklichen Geschick festes Kriterium bei der Suche nach geeigneten Teammitgliedern für einen Salon. Und darüber hinaus? Es muss nicht unbedingt der fertige „Hair & Beauty Artist“ an Bord geholt werden. Wohl aber ein Kandidat, der noch ein bisschen mehr mitbringt. Der eine ganzheitliche stiltechnische Beratung draufhat und seine Vorliebe hierfür vielleicht schon in der Jugend ausgelebt und im Freundeskreis zum Einsatz gebracht hat. Der vielleicht in wunderbaren Kopfmassagen geübt ist. Oder der einfach nur selbst stilistisch so gut ankommt und authentisch zum Salon passt, dass man sich gerne in seine Hände begibt.

Innovative Bewerberansprache auch im Friseurgewerbe

Martha Giannakoudi - Geschäftsführerin Synnous Consulting

Wie holt man die jungen Allrounder heute aber an Bord? Sicher ist, dass auch die Ansprache von Nachwuchstalenten für den Friseurberuf im 21. Jahrhundert angekommen ist. Den traditionellen Printanzeigen wird durch Stelleninserate auf einschlägigen Websites oder über die Direktansprache durch Social Media wie Facebook schon lange der Rang abgelaufen. Martha Giannakoudi, Geschäftsführerin des Personaldienstleistungsunternehmens Synnous Consulting aus Düsseldorf, empfiehlt dies vor allem im Azubi-Recruiting: „Das Medium ist für die Ansprache von Bewerbern entscheidend. Und bei der Milleniumsgeneration, die buchstäblich mit dem Smartphone und Tablet in der Hand geboren wurde, sind das nun einmal Online-Kanäle. Auch Empfehlungsmarketing – in diesem Falle das Verbreiten der Stellenanzeige über bestehende Kontakte und die eigenen Mitarbeiter – funktioniert heute am besten über das Internet und kann sogar viral Aufmerksamkeit erregen. Es ist schließlich die Summe der Aktivitäten rund um die Stellenanzeige, die zum Erfolg führt. Dazu gehört immer auch eine authentische Beschreibung des Betriebs, eine gute Beschreibung der Aufgaben wie auch der gewünschten sozialen Kompetenzen, die zum Betrieb passen. Übrigens ist es durchaus zielführend, Bewerbern im Vorfeld bereits telefonisch einige Fragen zu stellen – das macht die Auswahl effizienter.“

Ideale Bewerber und passende Salons können zueinander finden

Solides Handwerk, Sozialkompetenz und Bereicherung für Team und Salon – danach fahnden die heutigen Friseurbetriebe bei der Mitarbeitersuche. Für die Verbreitung ihrer Stellenanzeigen setzen sie dabei zunehmend auf Online-Kanäle. Dank Internet weiß man heute aber auch, wie die Bewerbung eines idealen Kandidaten aussehen sollte – und wie dieser sich im Betrieb beim ersten Kennenlernen am besten präsentiert. Aber auch hier gilt: wer sich den Vorteil verschaffen will, der sollte die Hinweise für eine professionelle Bewerbung auch berücksichtigen – zum Beispiel die Tipps von Synnous Consulting zu einer guten Bewerbung und einem aussichtsreichen Vorstellungsgespräch. Wenn diese Dinge beherzigt werden, dann steht dem Zusammenkommen des idealen Bewerbers mit dem passenden Friseursalon kaum noch etwas im Wege.

Bildquellen: © bialasiewicz – photodune.net



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