Mobiler Friseur 2.0

Kalifornier Twain Taylor baut sich kompletten Friseur-Salon im Lieferwagen

Hierzulande kennen wir den mobilen Friseur-Salon inklusive Hausbesuch. Auch der rollende Imbisswagen ist uns nicht fremd. Aber der Friseur-Salon auf Rädern ist uns bislang noch nicht untergekommen.

Twain Taylor aus Los Angeles zeigt nun wie es geht. Er hat einen Mercedes Sprinter zu einem voll funktionstüchtigen Salon mit allen Schikanen und noch ein bisschen mehr umgebaut. Im Heck seines Lieferwagens findet man alles, was ein guter Salon braucht: Stuhl, Frisierwerkzeug, Fön, Spiegel, Waschbecken, Handtuchwärmer, Schrank und Schubladen.

Rollender Salon mit vielen Extras

Seine Kundschaft sucht Taylor mit seinem „Luxury Mobile Barber Shop“ zumeist im wohlhabenden Beverly Hills auf. Dementsprechend exklusiv ist auch insgesamt die Einrichtung seines mobilen Friseur-Salons. Der mit braunem Leder bezogene Friseurstuhl, verkleidete Innenwände, warmer Parkettboden, angenehme Spotlichter sind da nur der Anfang.

Damit der Friseurbesuch so angenehm wie nur möglich wird, hat sich Twain Taylor noch ein paar Extras für seinen mobilen, wahrhaftig luxoriösen Salon einfallen lassen. Zur Unterhaltung der anspruchsvollen Klientel bietet der Sprinter auch einen Flachbildschirm für Filme, Musikvideos oder Sat-TV – selbstverständlich mit der passenden Soundanlage. Auch die Kehle soll nicht trocken bleiben. Eine kleine Bar hält Kristallkelche und Champagner gekühlt bereit. WLAN für die Kunden versteht sich von selbst.

Teurer Luxus

Die Exklusivität und Besonderheit seines Services spiegelt sich auch in seinen Preisen wieder. Das einfachste Frisier-Paket „Van Gogh“, ein einfacher Haarschnitt, schlägt mit 150$ zu Buche. Wenn es noch etwas mehr sein darf, wählt man „Leonardo da Vinci“ mit Haarschnitt, Rasur, Farbe und heißem Handtuch und dann sind gleich 300$ fällig. Wer 400$ zahlt, erhält den beliebtesten Service „Pablo Picasso“ und gönnt sich dann noch zusätzlich ein Facial, Maniküre sowie Pediküre.

Mit seinen Preisen topt Twain Taylor zwar selbst die sehr exklusiven Salons von Beverly Hills, aber da er zum Termin bis vor die Tür fährt, genießt die Kundschaft bei ihm die über aus geschätzte Diskretion und Privatsphäre. Teilweise wird er bei besonders engen Terminplänen der Kunden direkt zum Frisieren und Rasieren an den Flughafen bestellt. Auch Engagements für Empfänge und Preisverleihungen nahm der Barbier aus Los Angeles schon wahr. So konnten die Stars und Sternchen auf dem kürzesten Wege gleich frisch gestylt auf den Roten Teppich treten.

Den Paparazzis sei Dank

Die Idee zu seinem „Mobile Luxury Barber Shop“ kam ihm bei seiner Arbeit als Stylist in einem teuren und exklusiven Salon in Beverly Hills. Dort lauerten regelmäßig Paparazzi der bekannten Kundschaft auf, um wenig vorteilhafte Bilder mit Lockenwicklern, Strähnchenfolien und anderen wenig vorteilhaften Accessoires zu schießen. Diese Schnappschüsse konnte man am nächsten Tag in der Boulevardpresse bewundern.

Mit seinem fahrenden, überall und jederzeit bereiten Friseur-Salon kann das nicht passieren. Zu jedem seiner Termine kann Twain Taylor direkt bis vor die Tür fahren und in seinen „Räumlichkeiten“ alle Annehmlichkeiten plus entspannende Privatsphäre bieten.

Der Umbau seines Mercedes Sprinters war durchaus nicht günstig. Seine Frau fuhr zeitweise den Schulbus in ihrem Viertel, um zur Finanzierung des Umbaus beizutragen. 55.000$ kostete die Umgestaltung des einfachen Lieferwagens in den ausgefallenen fahrenden Friseur-Salon. Der Erfolg gibt Twain Taylor in jedem Fall recht und seine Investition hat sich gelohnt.

Weitere Infos zu Twain Taylor:

Webseite: www.luxurymobilebarbershop.com
Facebook: www.facebook.com/TWAINSKUTTINUP



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