Chef mit erhobenem Finger

Mitarbeiterführung im Salon – Diese 9 Fehler solltest du vermeiden!

Das Thema Mitarbeiterführung kommt spätestens auf dich zu, wenn du eine leitende Position in einem Salon übernommen oder deinen eigenen Friseurbetrieb gegründet hast. Die wenigsten sind zur Führungskraft geboren. Um erfolgreich zu führen, hilft es bereits die schlimmsten Fehler zu kennen und zu vermeiden. Wir verraten dir, die 9 gravierendsten Fehler der Mitarbeiterführung, damit du es besser machen kannst.

1. Unverbindlich sein

Als Führungskraft bist du der Ansprechpartner für deine Mitarbeiter in vielen Fragen des Salonalltags. Deine Teammitglieder möchten beispielsweise Urlaub haben und suchen nach Weiterbildungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten. Wer seine Mitarbeiter mit unverbindlichen Antworten abspeist, wird ihre Unzufriedenheit auf sich nehmen müssen. Sei also verbindlich und auch verlässlich. Das macht dich zu einem authentischen Vorgesetzten, auf den sich deine Mitarbeiter verlassen können. Schließlich möchtest du ebenfalls, dass deine Mitarbeiter verbindlich und verlässlich arbeiten.

2. Vor Entscheidungen drücken

Ähnliches, wie bei der Unverbindlichkeit, gilt für das Treffen von Entscheidungen. Als Führungskraft ist es deine Aufgabe Entscheidungen im Interesse des Betriebes aber auch der Mitarbeiter zu treffen. Dabei kommst du auch in die Situation, dass du Entscheidungen treffen musst, ohne alle Informationen zu haben. In dem Fall trägst du das Entscheidungsrisiko. Es hilft dabei nicht, sich aus Angst oder Unsicherheit vor der Entscheidung zu drücken. Es ist keine Lösung seinen Mitarbeitern gar aus dem Weg zu gehen, nur um keine Entscheidung treffen zu müssen. Dies führt bei deinem Team eher zu Frustration und Unzufriedenheit. Es gehört zu deinen Aufgaben, Entscheidungen zu treffen und das Risiko dafür zu tragen.

3. Keine Fehler erlauben und die eigenen verleugnen

Es macht wenig Sinn zu erwarten, dass deine Mitarbeiter keine Fehler machen. Fehler passieren und Führungskräfte sollten auf diese nicht sofort mit der Kündigung reagieren. Wichtig ist, dass aus den gemachten Fehlern gelernt wird und diese nicht wiederholt werden. Müssen deine Mitarbeiter strafen für Ihre Fehler fürchten, melden sie diese eventuell gar nicht erst und der Lerneffekt bleibt wahrscheinlich aus. Auch mit deinen eigenen Fehlern solltest du offen umgehen. Sei hier ein Vorbild für dein Team und lasse sie auch aus deinen Fehlern lernen.

4. Ungerechtes Behandeln deiner Mitarbeiter

Fairness ist eine besonders wichtige Grundlage für zufriedene Mitarbeiter und ein gutes Betriebsklima. Egal wie stressig der Tag oder wie schlecht deine Laune ist. Lass es nicht an deinem Team aus. Als Führungskraft hast du immer die Vorbildfunktion und solltest jeden einzelnen gleich gut behandeln. Achte auf deinen Umgangston und Wortwahl. Häufig wird unterschätzt, wie schnell sich jemand verletzt fühlt. Es bleibt nicht verborgen, wenn bestimmte Mitarbeiter, aus welchen Gründen auch immer, bevorzugt werden. Das schwächt in jedem Fall die Beziehung unter den Kollegen. Achte also immer auf eine faire und gerechte Behandlung eines jeden Mitarbeiters.

5. Arrogantes Auftreten

Genau so wie eine faire Behandlung der Mitarbeiter, solltest du dich selber nicht für etwas Besseres halten. Sicher, du hast mehr Verantwortung und trägst Entscheidungsrisiken, hast vielleicht Stress und viele Termine, aber das gehört zu deinen Aufgaben und wird dementsprechend vergütet. Dein Team lässt sich deutlich leichter führen, wenn du dich menschlich mit ihnen auf einer Ebene befindest. Nur so schaffst du das nötige Vertrauen in deine Position.

6. Nicht zu deinem Wort stehen

Authentische und im Team anerkannte Führungskräfte haben das Vertrauen der Teammitglieder. Dieses Vertrauen musst du dir erarbeiten. Deine Vertrauenswürdigkeit zeigst du deinen Mitarbeitern am besten, in dem du tust, was du sagst und zu deinem Wort stehst. Warum sollten Mitarbeiter zu ihrem Wort stehen, wenn ihr Vorgesetzter es nicht tut?

7. Nur auf die Zahlen vertrauen

Ein häufiger Fehler von Führungskräften ist, dass sie die Leistung ihrer Mitarbeiter nur auf die Zahlen reduzieren. Wenn diese nicht stimmen, üben sie Druck aus, ohne der Ursache auf den Grund zu gehen. Dabei gibt es fast immer einen anderen Hintergrund für eingebrochene Umsätze, als die oft vermutete Faulheit. Es lohnt sich in jedem Fall die Situation etwas genau zu betrachten, um herauszufinden, was der wahre Grund ist. Als erster Schritt kann ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Betroffenen sehr aufschlussreich sein.

8. Mikromanagement

Ein besonders demotivierendes Führungsverhalten ist das Mikromanagement. Die Führungskraft gibt hier nicht nur die Aufgabe, sondern auch den Weg dazu vor und kontrolliert das Ergebnis so im Detail, dass die Mitarbeiter das Gefühl haben ihre Leistungen sind nicht vertrauenswürdig. Für viele fühlt es sich gar wie eine starke Einschränkung ihrer kreativen Arbeit an. Das ist demotivierend und führt zur Frustration. Vertraue auf das Können deines Teams und versuche nicht jeden Schritt zu kontrollieren. In der Regel sind deine Mitarbeiter bestens ausgebildet und in der Lage, ihre Aufgaben selbstständig und in bester Qualität umzusetzen.

9. Weiterentwicklung verhindern

Gerade für Friseur ist Weiterentwicklung und das Besserwerden besonders wichtig. Die Schnelllebigkeit von Trends und Techniken in der Branche fordert dies einfach. Deine Mitarbeiter wollen also tendenziell wachsen und besser werden. Es ist demnach fast ein No-Go ihre Weiterentwicklung zu verhindern. Wenn du dein Team dabei unterstützt, ihre Fähigkeiten und Stärken auszubauen, wirst auch du beziehungsweise der Salon davon profitieren. Du kannst ihnen mit konstruktiver Kritik helfen besser zu werden und sie mit Lob für besonders gute Arbeit belohnen. Zudem kannst du den Zugang zu Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen ermöglichen.

Generell solltest du deine Mitarbeiter so behandeln, wie du auch behandelt werden möchtest. Der Blick in den Spiegel klärt die Sicht dafür. Ignoriere die Kritik deiner Mitarbeiter nicht und reflektiere deinen Führungsstil. Somit verlierst du den Blick für die Realität nicht und kannst deinen Stil immer weiter verbessern.



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