Der Friseur auf der großen Leinwand

Kinostart von „Coming In“

Mit der am 23.10.2014 startenden Romantikkömödie „Coming In“ mit Kostja Ullmann und Aylin Tezel in den Hauptrollen bekommt der Friseur-Beruf große Aufmerksamkeit auf der Kinoleinwand.

Kostja Ullmann spielt den Berliner Star-Friseur Tom Herzner, der vom Scheitel bis zur Sohle, rundum schwul ist. Tom ist im Herrenfach und für seine Männer-Produktlinie bekannt wie ein bunter Hund. Privat ist er mit seinem Lebensgefährten und Manager Robert (gespielt von Ken Duken) glücklich liiert. Tom muss für die geplante Damenedition seiner Haarpflege-Serie aber bei den Damenhaarschnitten nachlegen und beginnt inkognito bei der Kiez-Friseurin Heidi (Aylin Tezel) eine Anstellung. Er erhofft sich so geheim in Sachen Damenhaar weiterzubilden. Überraschender Weise ist der schwule Friseur aber so von Heidi fasziniert, dass er sich plötzlich in sie verliebt. Tom ist ganz verwirrt und versteht die Welt nicht mehr und eine turbulent, romantisch, lustige Identitätskrise beginnt…

Bereits im Vorfeld zum Kinostart wurde der Film kontrovers diskutiert. Zum einen bedient der homosexuelle Friseur natürlich ein weitverbreitetes Klischee. Dabei sind zum einen nicht alle schwulen Männer auch immer Friseur und nicht jeder männliche Friseur auch schwul. Und dass sich der Schwule doch in eine Frau verliebt, wirkt je nach Perspektive wie die Traumvorstellung eines homophoben Weltverbesserers. Oder ist es eben die genau umgekehrte Geschichte zu dem Gedankenspiel, dass sich der oder die immer heterosexuell Gewesene eben auch in das gleiche Geschlecht verlieben kann?

Das schwul-lesbische Onlinemagazin queer.de ist jedenfalls nicht begeistert. Der Film reiße eher Gräben auf als diese zu schließen. (http://www.queer.de/detail.php?article_id=22522) Die Süddeutsche-Online ist dagegen sehr angetan: „“Coming In“ aber erzählt die Schwuler-wandelt-sich-zum-Frauenliebhaber-Story zum ersten Mal im Mainstream-Muster einer romantischen Komödie…“ (http://www.sueddeutsche.de/kultur/coming-in-im-kino-tolerant-sind-wir-selber-1.2183860)

Was hältst Du davon? Zu viele Klischees über Friseure, Friseurinnen und Schwule oder amüsante Romatikkomödie mit durchaus denkbarer Story?

Diskutiere hier oder auf Facebook zum Thema…



Kommentare zum Beitrag "Der Friseur auf der großen Leinwand":